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SSH Mastery – OpenSSH, PuTTY, Tunnels and Keys

Michael W. Lucas ist kein Unbekannter mehr – auf sein Konto gehen schon mehrere Bücher, wie zB “Absolute FreeBSD”, “Network Flow Analysis”, and “PGP & GPG: Email for the Practical Paranoid”, und andere mehr.

Mit diesem Buch hat er eine gute Referenz für OpenSSH und PuTTY geschrieben – alle wichtigen Themen sind darin beschrieben: Host- und User-Keys, X11- und Agent-Forwarding, Tunnel und VPN, KeepAlives und Kopieren von Dateien.

Besonders wichtig ist mir, dass auch das Thema Einschränkungen der SSH-Nutzung erläutert wird; das ermöglicht, auf SSH-Basis eine Service-Infrastruktur aufzubauen, die einfach und sicher nutzbar ist.

Conclusio: nicht nur für Anfänger, sondern auch für Fortgeschrittene und Hardcore-Administratoren bietet dieses Buch hilfreiche Hinweise!

Michael W. Lucas
SSH Mastery – OpenSSH, PuTTY, Tunnels and Keys
Tilted Windmill Press
150 Seiten
Jän 2012
ISBN-13: 978-1470069711

EUR 9,-
rezensiert von Philipp Marek

Think Complexity

Gleich auf der ersten Seite nach dem Inhaltsverzeichnis verrät der Autor, warum er dieses Buch geschrieben hat: Als Hilfsmittel zum Unterrichten.
Und das ist dieses Buch leider auch – eine Zusammenstellung von vielen interessanten Themen, die aber alle sehr kurz geraten. Viel mehr Text, Erklärungen, Beispiele und Darstellungen müssten da hinein!

Während die “Evolution” einer Hash-Tabelle aus einem Array ja eine nette Überlegungskette darstellt und so ein neues Licht auf diese Datenstruktur wirft, wird die Erklärung einer FIFO-Queue dann doch zuviel für Fortgeschrittene.

Dieses Buch bietet einige Anreize, verwendet diese dann aber nicht – bei den wirklich interessanten Punkten werden Übungen und Verweise auf andere Papers angeführt, und das stört den Lesespaß dann gewaltig. Wenn man die Zeit hat, sich alles selber anzulernen, mag dieses Buch ja ein gutes Themenskelett zur Einleitung sein – aber für Leser, die einmal einen größeren Grundstock an Wissen in einem (Lese-)Zug einzufangen wünschen, ist dieses Buch nicht das Wahre.

Allen B. Downey
Think Complexity
O’Reilly
142 Seiten
März 2012
ISBN-13: 978-1449314637

EUR 13,-
rezensiert von Philipp Marek

The Art of Black and White Photography

Dieses Buch widmet sich der Schwarz/Weiß Fotografie. Es enthält einige schöne Bilder; manche erscheinen mir persönlich zwar etwas dunkel, das kann aber auch am Druck oder an meinem (vielleicht schlechten) Geschmack liegen.

Es werden Beispiele für analoge und digitale Arbeit gezeigt; während im analogen Bereich die Filter und die Nachbearbeitung in der Dunkelkammer entscheidend sind, zeigt das Buch für digitale Bilder sehr viel Photoshopping. Leider – denn Leute, die nicht das Geld dafür ausgeben wollen/können, und auch nicht zu Urheberrechtsverletzungen neigen, müssen sich die equivalenten Funktionen in zB GIMP erst heraussuchen (wie zB. im Kapitel 30).

Leider sind die im Text beschriebenen Bilder oft räumlich vom dazugehörigen Text getrennt; und Bildervergleiche zeigen zuweilen das gewünschte Resultat größer, was zwar das Betrachten, nicht aber das Vergleichen erleichtert. Siehe zB Fig. 3-2 bis 3-6; hier ist der Favorit sogar auf eine neue (linke) Seite gesetzt, und kann somit nicht mit den Vorstufen verglichen werden.

Im Kapitel 33 werden “Shift Lenses” (T&S-Linsen) durch die Photoshop-Funktionen “Warp” und “Distort” ersetzt; im Open-Source Bereich könnte Hugin diese Entzerrungen (ev. sogar besser?) übernehmen, hier würden mich professionelle Meinungen interessieren.

Ein leider schlechtes Beispiel für zusammengesetzte Panoramas ist im Kapitel 34 gezeigt; während die Bilder 34-4 bis 34-6 in 34-7 schön zusammengesetzt sind, ist in der zylindrischen Projektion 34-8 und 34-9 der Balken über dem Tor rechts deutlich verschoben – das tut beim Betrachten doch etwas weh.

Insgesamt werden in den Kapiteln 34 Themenbereiche behandelt, von Belichtung, Motiven, Portraits, Architektur über Landschaften zur Melancholie; auch wenn damit keine große Tiefe der Erklärungen erreicht wird, kann der interessierte Amateur doch eine Menge Tipps und Informationen in die Praxis mitnehmen. Frage an die Leser: bringt das Buch auch Profis noch etwas neues bei?

Torsten Andreas Hoffmann
The Art of Black and White Photography
RockyNook
260 Seiten
2. Auflage 2012
ISBN: 978-1933952277

EUR 36,-
rezensiert von Philipp Marek

Ten Photo Assignments

Ein Buch mit vielen Bildern, das nur 110 Seiten lang ist? Wie lange kann das schon dauern? — Das Lesen selbst geht schnell … aber wenn alle Aufgaben ordentlich durchgeführt werden sollen, muß man die Zeit schon in Wochenende-Portionen planen.

Das erste Kapitel gibt sich noch mit 13 Bildern und einem Vergleich am Computer zufrieden; dabei lernt man auch gleich noch die EI (= effektive ISO-Zahl der Kamera). Auch im zweiten Kapitel, in dem die verschiedenen Optiken (Weitwinkel bis Tele) verglichen werden, ist der Aufwand noch leicht überschaubar.

Anders zum Beispiel im dritten Kapitel – für jede Weißabgleich-Einstellung ein Motiv finden, und alle Motive mit allen Einstellungen (inkl. manuellem Abgleich und Blitz!) durchzutesten, ergibt für eine Kamera mit 8 Möglichkeiten (Auto, Innen, Außen, Tageslicht, Blitz, Manuell, Bewölkt, Leuchtstoffröhre) die Suche nach 8 geeigneten, bunten Motiven, und die resultierenden 64 Bilder müssen dann auch noch verglichen und bewertet werden …

Dieses Buch ist also nichts für Leute, die sich von einer kurzen Lektüre gleich eine gewaltige Wissenssteigerung erwarten … die Erfahrungen wollen gesammelt werden!

Insgesamt bietet es viele nützliche Ratschläge — und mit der neu gewonnenen Bekanntschaft der eigenen Kamera steht schön(er)en Bildern nichts mehr im Wege.

Amanda Quintenz-Fiedler
Ten Photo Assignments
RockyNook
110 Seiten
November 2011
ISBN: 978-1933952796
EUR 16,-

rezensiert von Philipp Marek

Parallel R

Dieses (leider mit nur 108 Textseiten recht kurze Buch) beschreibt verschiedene Möglichkeiten, die man für hochperformante R-Benutzung hat – und, da auch (zum Druckzeitpunkt noch nicht finalisierte, aber jetzt aktuelle) Varianten erklärt werden (das “parallel” Paket), auch wirklich den aktuellen Stand der Technik.

In einer Kurzübersicht werden die Vor- und Nachteile der Pakete “snow”, “multicore”, “parallel”, “R+Hadoop”, “RHIPE” und “Segue” angeführt, um dann in einzelnen Kapiteln die Arbeitsweise, Installation und Benutzung noch detailliert anzuführen.

Für jeden Anwendungszweck ist was dabei; von einzelnen Rechnern mit massiv paralleler Benutzung (viele CPUs) bis zu heterogenen HP-Clustern, von der einfachen Round-Robin Arbeitszuteilung zu Load Balancing.

Dieses Buch erklärt nicht die R-Programmierung, ist also nicht zum Spracherlernen für Anfänger geeignet; für Forscher, Administratoren, und neugierige “Bastler” ist aber eine Menge Wissen dabei, das man sich hiermit nicht selbst heraussuchen muß – und dadurch bringt es viel Arbeitsersparnis!

Q. Ethan McCallum & Stephen Weston
Parallel R
O’Reilly
122 Seiten
Oktober 2011
ISBN: 978-1-449-30992-3
EUR 18,-
rezensiert von Philipp Marek

The Art of R Programming – A Tour of Statistical Software Design

Dieses Buch erklärt die Programmierung von R; von den einfachen Dingen wie Zuweisungen, über Datenstrukturen (Strings, Vektoren, Matrizen, Listen, Data Frames und Klassen), I/O und Grafiken, und Debugging bis hin zu objektorientiertem Design. Auch Closures werden nicht ausgelassen – und gegen Ende zu wird sogar Parallelverarbeitung, Optimierung (Geschwindigkeit/Speicher), und Verwendung von anderen Programmiersprachen (C und Python) angeführt.

Zu jedem Thema gibt es gute Beispiele; manche Gedankengänge sind allerdings nicht ganz zu Ende geführt; zB bei den Optimierungen konnte ich bei einem Beispiel nochmals 25% herausholen, und bei den Grafiken wurde eine Verbesserung erst im nächsten Kapitel angeführt.

Programmieranfänger werden mit diesem Buch allerdings nicht leicht zurandekommen – es richtet sich an Personen, die schon die Grundzüge aus anderen Computersprachen kennen.

Insgesamt wird ein schön abgerundetes Bild von der R-Umgebung gezeigt – für Leute, die etwas mehr mit R zu tun haben, liefert dieses Buch einen sehr guten Einstieg, um Daten zu bearbeiten bzw. Vorgänge zu automatisieren.

Norman Matloff
The Art of R Programming
No Starch Press
400 Seiten
Oktober 2011
ISBN: 978-1-59327-384-2
EUR 28,80
rezensiert von Philipp Marek

The IDA Pro Book, 2nd Edition

Eine massive Wissenssammlung von über 600 Seiten, allein 12 Seiten Inhaltsverzeichnis – ein Muss für jeden, der einen Deassembler für seine Arbeit oder zum Vergnügen benutzt.

Das Verzeichnis der wichtigsten Plugins erspart möglicherweise schon viel Arbeit; und die Beispiele, die im Buch zum Thema Automatisierung vorgebracht werden, bringen viele Ideen für andere Arbeitsabläufe. Dabei werden die Scriptsprache IDC, die Python-Anbindung und auch das umfangreiche IDA-SDK angesprochen; allerdings ist dieses zu umfangreich, um vollständig untergebracht zu werden. Sehr praktisch ist dabei auch der Vergleich, welche SDK-Funktionen für die IDC-Funktionen verwendet werden – dies schafft einen schnellen Überblick und erlaubt rasche Orientierung.

Schade nur, dass die IDA Freeware-Version so weit hinterherhinkt … für Profis ist IDA Pro und dieses Buch aber unerlässlich!

Chris Eagle
The IDA Pro Book, 2nd Edition
No Starch Press
672 Seiten
ISBN: 978-1-5932-7289-0
EUR 41,-
rezensiert von Philipp Marek

The Manga Guide to Relativity

Ein Comic über die Relativitätstheorie? Das gab es schon; allerdings enthält dieses Buch immer wieder Zusammenfassungen, bei denen nochmals gründlich die Fakten erklärt und mit Skizzen dargestellt werden. So wird etwa ein Fünftel dieses Buches zum reinen Nachschlagewerk, in dem auch Formeln zu finden sind. Behandelt wird dabei Längenkontraktion, Zeitdilatation, und einige Aspekte der allgemeinen Relativitätstheorie; dabei sind auch einfache “Beweise” (nicht im mathematisch strengen Sinne, aber doch) – das erleichtert das Merken.

Ein wenig Ungewißheit wird durch die (wenigen, verstreuten) japanischen Schriftzeichen erzeugt. Wenn sie nicht gerade wie zB 質量 durch Fußnoten erklärt werden (in diesem Fall als Begriff “Masse”), kann das Gefühl, ausgeschlossen zu sein, nicht ganz verdrängt werden.

Wirklich störend sind die 3-4 Szenen, in denen “Erziehung” mittels Faust- oder Fußhiebe dargestellt werden; dies passt so überhaupt nicht in ein “Lehr”buch.

Insgesamt ist der Eindruck also etwas getrübt, trotzdem kann das Buch als Lektüre empfohlen werden – die sachlichen Grundlagen werden schließlich vermittelt.

Hideo Nitta, Masafumi Yamamoto, Keita Takatsu
The Manga Guide to Relativity
No Starch Press
192 Seiten
ISBN: 978-1-59327-272-2
EUR 17,-
rezensiert von Philipp Marek

SQL Thinking

Das Buch „SQL Thinking“ befasst sich mit der Datenbankabfragesprache SQL. Es bietet neben der Einführung in die SQL Syntax auch eine Herangehensweise von praxisnahen Problemen. So wird Schritt für Schritt zuerst ein Problem gestellt und dann mit Befehlen gelöst. Man hangelt sich so vom einfachen SELECT, über angewandte Mengenlehre bis hin zu Transaktionen durch den Datenbank-Syntax-Dschungel.
Das letzte Drittel des Buches versteht sich als reine SQL-Funktion-Referenz. Hier sollte erwähnt werden, dass es sich dabei hauptsächlich um ORACLE spezifische Funktionen handelt.
Für Datenbankadministratoren wird dieses Buch sicher nicht viel neues bringen, aber für Einsteiger und Programmierer die nicht jeden Tag mit Datenbanken arbeiten, ist es gut geeignet um die Denkweisen für SQL zu überarbeiten oder neu zu erlernen. Ich fand das Buch einfach zu lesen, nicht zuletzt auch weil ein paar lustige Passagen eingebaut wurden. Es beinhaltet viele Abbildungen und die SQL Befehle und deren Resultate sind gut formatiert.

Cornel Brücher, Frank Jüdes und Wulf Kollmann
SQL Thinking
mitp Verlag 2011
360 Seiten
EUR 29,95
ISBN: 978-3-8266-55050
rezensiert von Bernhard Essl (August 2011)

Snip, Burn, Solder, Shred

Dieses Buch bietet 24 Anleitungen zum Basteln aus den Bereichen Kinderspielzeug, Elektronische Musik, und Fortbewegung: von einer Schatzkiste über einem Tipi und Spielen zu einem Gitarrenverstärker und einer elektrischen Gitarre bis hin zu Bumerangs, Drachen und Wasserraketen.

Die notwendigen Teile werden schön aufgelistet und sogar in Bildern zusammengefasst; damit kann leicht sichergestellt werden, dass alles notwendige verfügbar ist.
Die Erklärungen zum Zusammenbau sind durchwegs sehr ausführlich und gut mit Bildern visualisiert; für Anfänger gibt es sogar noch einen kleinen Lötkurs.

Abgesehen von Kleinigkeiten wie dass z.B. Widerstände nur mit 4 Farbbändern gezeigt werden oder etwas schwerer erhältlichen Teilen (wo bekommt man jetzt noch einen 35mm Fotoapparat her?) gibt es nur einen wirklichen Kritikpunkt – die (nicht vorhandenen) metrischen Maße. Natürlich, dieses Buch ist für die USA geschrieben – aber der größere Teil der Welt hat doch ein anderes Maßsystem, und dies sollte zumindest in Fußnoten verwendet werden.
Trotz zweier Erklärungen von «AWG 18» (18 gauge wire) wird diese Maßangabe bei Einkäufen doch eher wenig helfen; und Angaben wie zB auf Seite 246 «der 19/64″ Bohrer ist circa in der Mitte zwischen dem 1/4″ und dem 3/8″ Bohrer» verursachen primär einmal Kopfschütteln – und die Zuhilfenahme eines Taschenrechners, soferne nicht eine Schiebelehre oder Tabelle eine Umrechnung leichter macht.

Falls man diese Hürde schafft, und nicht während des Umrechnens und Abmessens irgendwo Fehler macht, sind die Rezepte aber relativ leicht nachzubauen.
Auf seinem Blog hat David noch weitere Ideen gesammelt; es ist mit Sicherheit für jeden etwas dabei!

David Erik Nelson
Snip, Burn, Solder, Shred
No Starch Press
360 Seiten
ISBN: 978-1-59327-259-3
EUR 18,-
rezensiert von Philipp Marek

Book of CSS3

Web-Designer und Programmierer kennen das Problem -  wie kann ich Daten so auf den Schirm bringen, dass sie auch bei kleinen Sichtbreiten wie zB. Netbooks oder, noch schlimmer, iPhone/Android/etc. lesbar bleiben? Dies ist nur eines der Probleme, die im ersten Buch von Peter Gasston behandelt werden (“Chapter 2: Media Queries”).

Auch viele andere Probleme werden behandelt – und Lösungen über CSS präsentiert.

Basis-Wissen über CSS ist für die Lektüre empfehlenswert, da auf bestehendes Know-How aufgebaut wird; das Buch ist kein Anfängerleitfaden.

Die Typographie ist durchwegs gelungen; nur einige Code-Stücke, die ohne Einrückung formatiert sind, fallen ein wenig heraus.

Zusammenfassend ist dieses Buch durchaus zu empfehlen, auch wenn einige der Informationen, die darin enthalten sind, in wenigen Jahre wahrscheinlich schon überholt sind – der CSS3-Standard ist gerade erst in Entwicklung, und vor allem die späteren Kapitel beinhalten zum Teil spekulative Formatierungsangaben.

Peter Gasston
Book of CSS3
NoStarch Press
304 Seiten
ISBN 978-1-59327-286-9
EUR 22,-
rezensiert von Philipp Marek

Web-Sicherheit

Das Buch „Web-Sicherheit“ von Sebastian Kübeck befasst sich mit der Sicherheit Von Webanwendungen und richtet sich somit hauptsächlich an Programmierer, Systemadministratoren und Personen die etwas mit Sicherheit zu tun haben oder sich dafür interessieren.

Die Aufteilung erfolgt in drei Bereichen. Der erste Bereich bietet eine geschichtlichen Einführung in das Thema Computerkriminalität, Begriffserklärungen sowie die Grundprinzipien der Informationssicherheit. Die geschichtliche Einführung fand ich gut dokumentiert und macht schon am Anfang Lust auf mehr. Im zweiten Teil werden Schwachstellen einer Webanwendung erklärt, wie sie erkannt werden können und wie sie verhindert werden. Es werden alle gängigen Schwachstellen und deren Ausnutzung leicht verständlich beschrieben und man lernt auch direkt Gegenmaßnahmen.
Der dritte Teil ist dem Testen von Webanwendungen gewidmet. Von diesen Teil habe ich mir am meisten erhofft. Leider fällt dieser Teil mit unter 100 Seiten etwas kurz aus, aber er bietet dennoch eine gute Übersicht.
Alle Code-Beispiele sind in Java beschrieben, absichtlich einfach gehalten und ausreichend erklärt, somit dürfte auch ein Nicht-Java-Programmierer keine Verständnisprobleme haben.
Das Buch ist sicher nicht besonders für erfahrene Sicherheitsexperten geeignet, aber für den Rest bestimmt ein guter Einstieg in das Thema. Für PHP-Programmierer möchte ich noch einmal auf das Buch „Sichere Webanwendungen mit PHP“ auch bei mitp erschienen, verweisen.


Sebastian Kübeck
Web-Sicherheit
mitp Verlag 2011
330 Seiten
EUR 29,95
ISBN: 978-3-8266-9024-2

rezensiert von Bernhard Essl (Juni 2011)

R Graphs Cookbook

Dieses Buch zeigt anhand von vielen Beispielen, wie man Grafiken mittels der in R vorhandenen Standardfunktionen erstellen und verfeinern kann. Es lädt zum Probieren und Experimentieren ein; durch das unmittelbare Feedback des R-Interpreters machen die Versuche richtig Spaß.

Die Zielgruppe sind Personen, die schon einmal mit R zu tun hatten; es vermittelt keine Grundbegriffe oder die Syntax von R, diese müssen entweder selbst gelernt oder durch andere Lektüre erworben werden.

Ein Kapitel wird zur Kostprobe angeboten: Beyond the Basics: Adjusting Key Parameters; dieses kann durchaus in einer ruhigen Viertelstunde einmal genossen werden.

Leider ist das Buch nur in S/W gedruckt; damit werden einige wenige Grafiken schwer lesbar, und die Farben der Beispiele muß man sich dazu vorstellen. Ein kleiner Wermutstropfen ist weiters, dass die Codelistings keine Einrückung haben, und  Spaces nach Beistrich nicht durchgängig formatiert sind; dies macht die Eingabe etwas schwerer lesbar.

Trotzdem ist dieses Buch ein nützlicher Ratgeber und liefert viele brauchbare Hinweise, wie  graphischen Darstellungen ein letzter Schliff gegeben werden kann – bis zum vektorbasierten Export ist alles dabei.

Hrishi V. Mittal
R Graphs Cookbook
Packt Publishing
Jänner 2011
272 Seiten
EUR 35,-
ISBN: 978-1-84951-306-7

rezensiert von Philipp Marek

R in a Nutshell

R ist eine freie, programmierbare Statistiksoftware, die durch eine außerordentliche Vielfalt an Funktionen hervorsticht.
Diese Menge an Möglichkeiten muß aber erst einmal bekannt sein, um sie sinnvoll einsetzen zu können.

Dazu dient dieses Buch; es nennt sich allerdings nicht umsonst “Desktop Quick Reference“, denn in schlanken 640 Seiten kann nicht eine gemütliche Erklärung für Anfänger und die großzügige Auflistung der wichtigsten Funktionen untergebracht sein.

Leute, die schon mit anderen Programmiersprachen Erfahrung haben, können mit den Kapiteln in Teil I und II (“Tutorial“, “Overview“, “Syntax“, “Objects“, “Environments“, “Functions“, “OOP“, und “High-Performance R“) ihr Basisverständnis aufbauen, um R weiter zu erlernen.

Trotzdem bleibt das Buch ein Brocken, der nicht wie ein Krimi in einem durchgelesen wird – zu detailreich sind die Auflistungen der verschiedenen Funktionen. Gerade das macht aber eigentlich den Wert des Buches aus – man erfährt, was schon alles existiert (hat, denn die Entwicklung von R geht ja weiter!), und erkennt dadurch, was R an Arbeit ab- bzw. übernehmen kann.

Manche der Beispiele basieren (leider?) auf Baseball – und das bedeutet, dass man zum Verständnis auch die verwendeten Begriffe aus dem Sport kennen muß; dies ist im europäischen Raum ja nicht unbedingt schon vorauszusetzen. Generell ist aber durch die dazugehörigen Grafiken, die leider nur in schwarz/weiß wiedergegeben sind, der Sinn durchaus erkennbar.

Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, das R-Einsteigern einmal die vorhandenen Funktionalitäten zeigt, dem Erfahrenen aber als Nachschlagewerk auch noch gute Dienste leisten kann.

Joseph Adler
R in a Nutshell
O’Reilly Media
Dezember 2009
640 Seiten
EUR 34,95
ISBN 978-0596801700
rezensiert von Philipp Marek

Head First Statistics

Das Buch “Head First Statistics” zeigt mit sehr anschaulichen Beispielen, wie die wichtigsten statistischen Auswertungen verwendet werden.

Von den bekannten Dingen wie (arithmetischer) Durchschnitt, über Varianz, Standardabweichung, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Normal- (und andere) Verteilungen bis hin zur Stichprobenentnahme, Konfidenzintervallen und χ² werden Begriffe erklärt, ihre Berechnung gezeigt und anhand von Beispielen vertieft.

Es ist sehr leger gehalten, die Trockenheit normaler Lehrbücher ist durch den “Head First”-Stil sehr gut unterdrückt; dies erleichtert die Lektüre und das Verständnis ungemein.

Der große Wehrmutstropfen bei diesem Buch ist die große Menge an Schreib-, Typographischen, und anderen kleinen Fehlern … kaum ein Bruchstrich ist richtig gesetzt, sogar die “Vital Stats” Icons sind davon betroffen. Glücklicherweise ist die deutsche Version in dieser Hinsicht besser.

Inhaltlich ist das Buch aber durchaus empfehlenswert; es verschafft einen guten Einblick in die Statistik, und kann auch als Nachschlagewerk dienen.

Dawn Griffiths
Head First Statistics

O’Reilly Media
August 2008
720 Seiten
25,95€
ISBN: 978-0-596-52758-7
rezensiert von Philipp Marek

Eloquent JavaScript

“Eloquent JavaScript” zeigt anhand von ein paar Beispielen, wie JavaScript programmiert wird; die Bandbreite reicht dabei von einfachen Rechnungen bis zu einem kompletten Sokoban-Spiel.

Die interaktive Umgebung bietet nicht nur Syntax-Highlightning und automatische Einrückung, sondern auch sämtlichen Code aus dem Buch – per Klick direkt in das Textfenster lad- und testbar!
Dies erspart viel Tipparbeit – auch das Sokoban ist direkt spielbar.

Das Buch setzt ein hohes Tempo an; Higher-Order-Functions wie map werden programmiert und erklärt, und Currying ist ab Seite 77 schon ein fester Bestandteil des Erfahrungsschatzes.
Dabei ist es durchgängig und konsistent in der Geschwindigkeit und Erläuterungstiefe, und somit angenehm zu lesen.

“Eloquent JavaScript” ist zwar für Anfänger geschrieben und kann solchen gerne empfohlen werden; es zeigt aber auch erfahrenen Programmierern noch ein paar Tricks.


Marijn Haverbeke
Eloquent JavaScript
A Modern Introduction to Programming
No Starch Press
January 2011
224 Seiten
€17,95
ISBN: 978-1-59327-282-1
rezensiert von Philipp Marek

Forbidden Network: Anatomie eines Hacks

Das Buch ist in zwei Teile unterteilt. Der erste Teil erzählt eine fiktive Geschichte rund um junge Hacker und eine kriminelle Bande. Der zweite Teil ist in Sicherheitsthemen gegliedert und erklärt die in der Geschichte verwendeten Techniken. In beiden Teilen finden sich Querverweise aufeinander und so kann von der Geschichte aus gleich direkt im Technikteil nachgeschlagen oder vom Technikteil aus jederzeit in die Geschichte eingetaucht werden.

Die Geschichte fand ich recht spannend, obwohl sie auf keiner wahren Begebenheit beruht und sie liest sich dank der Spannung zügig. Dadurch, dass aktuelle Trends wie World of Warcraft oder facebook vorkommen, wirkt die Geschichte recht frisch, was ich bei anderer Hackerliteratur oft vermisse. Der Technikteil deckt gerade das Notwendigste an Hintergrundinformation ab und gibt nur einen kleinen Einblick in die Materie. Das erste Kapitel behandelt Erkundung eines Zieles, im zweiten Kapitel wird gezeigt, welche Techniken und Programme es zum Verbindungs-Scannen gibt. Hier werden hauptsächlich WLAN und Bluetooth besprochen. Kapitel drei und vier, die den größten Abschnitt im technischen Teil des Buches darstellen, beschäftigen sich mit Exploit-Techniken und Programmen, die dazu verwendet werden können. Dem Thema Spuren Verwischen widmet sich Kapitel fünf. Was mich positiv überrascht hat, war, dass in Kapitel sechs etwas über die Kultur von Hackern und über bekannte Hackerstars erzählt wird.

Wer sich schon länger mit sicherheitsrelevanten Themen beschäftigt und hofft, seinen technischen Horizont stark zu erweitern, wird sicher enttäuscht sein. Wer aber in die Themen “Hacken” und “Security” gerade eintaucht, wird das Buch vermutlich lieben. Allen, die einmal eine gute Hackerstory lesen wollen, kann ich das Buch empfehlen – egal, ob sie viel Vorwissen oder gar kein Wissen in diesem Bereich haben, denn der Technikteil lässt sich auch gut überfliegen.

http://www.it-fachportal.de/shop/buch/Forbidden%20Network/detail.html,b174288


Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: mitp; Auflage: 2011 (25. November 2010)
Jayson E. Street (Autor), Kent Nabors (Autor), Brian Baskin (Autor)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3826690656

Land of Lisp

“Land of Lisp” ist das erste Buch von Conrad Barski, M.D.
Es zeigt anhand von einigen Spielen, die sukzessive entwickelt und verfeinert werden, die Eleganz, Macht und Symmetrie von Lisp.

Schon das erste Bild auf Seite 2 lässt Gutes erahnen: mit der rekursiven Darstellung des Lesers ist doch eine gewisse Ähnlichkeit zu “Gödel, Escher, Bach” unverkennbar, lässt sich allerdings auch als Anspielung auf die Diskussion von Circular Lists im Kapitel 7 verstehen.
Die Geschichte der Programmiersprachen wird ebenso graphisch amüsant dargestellt; ein Höhepunkt wird mit dem “Periodic Table of the loop macro” auf Seite 200 erreicht.

Der Inhalt selbst wird recht flott vorgetragen; die Common Lisp HyperSpec-URL ist auf Seite 170 eigentlich fast zu spät erwähnt, und dort leider auch nur indirekt über SnipURL.
Auch vermisse ich bei CONS, CAR und CDR den Hinweis auf FIRST, SECOND, THIRD etc.; diese sind, obwohl vom rein mathematischen Ansatz (lambda-calculus) her nicht notwendig, für die Lesbarkeit doch von Vorteil.

Nach jedem Kapitel kann das gerade Erlernte zur Entspannung genutzt werden; für Tippfaule lassen sich über die Buch-Webseite auf http://landoflisp.com die Quellen herunterladen.

Eine Variante eines “Game des Lebens” wird dargestellt, und dabei gleich nebenbei ein genetischer Optimierungsalgorithmus gezeigt. Außerdem werden diverse spieltheoretische Aspekte angesprochen, wie zB Minimax oder Alpha-Beta Search.

Insgesamt ist dieses Buch sehr empfehlenswert; Lisp-Anfänger erhalten einen guten Zugang, und für Fortgeschrittene sind die Illustrationen allein schon den Kauf wert.

Conrad Barski, M.D.
Land of Lisp
No Starch Press
504 Seiten
€ 28,95
ISBN: 978-1-59327-281-4
rezensiert von Philipp Marek

Security on Rails

Das Buch „Security on Rails“ behandelt alle gängigen Sicherheitslücken, wie SQL-Injections oder Cross-Site-Scripting und deren Abwehrmaßnahmen, die bei einer Web-Anwendung anfallen können.

Zuerst wird anhand einer mit Sicherheitslücken versehenen Rails-Anwendung, Beispiel-Code gibt es zum Download, gezeigt wo und wie Probleme entstehen können. Etwa durch Parameter Manipulation oder durch SQL-Injektions. Schnell wird dadurch klar wo und warum man besser aufpassen sollte. Die Lücken werde im folgenden gefixt und man bekommt dadurch ein Gefühl für „best practice“ vermittelt. Es werden ebenso Validierung und das Testen mit Fokus auf Sicherheit besprochen. Danach geht es um Authentifizierung und Benutzerberechtigungen, was mir hier gut Gefallen hat, dass man eine gute Übersicht an vorhandenen Plugins bekommt. Leider wird als Beispiel LDAP verwenden für einen dezentralen Authentifizierungs-Server und dadurch, meiner Meinung nach viel Platz mit Installationsanleitungen verschwendet, die nur für wenige Anwendungen interessant sein dürften. Im letzten Teil des Buches dreht sich alles um Verschlüsselung. Unter anderen um Email-Signaturen was sicher für viele interessant sein dürfte, vor allen wenn man sieht wie einfach die zu implementieren ist.
Insgesamt kann ich sagen, dass das Buch von Rails-Entwicklern gelesen werden sollte. Auch wenn man Vorwissen im Bereich Web-Security hat, wird es denke ich doch noch Aha-Effekte geben. Es werden auch interessante Tools und Rails-Plugins vorgestellt. Das Buch hat zwar 300 Seiten aber da es viele Abbildungen und Quellcode beinhaltet wird man es relativ schnell ausgelesen haben.

Ben Poweski und David Raphael
Pragmatic Bookshelf
304 Seiten,Dezember 2009
29,- Euro, ISBN 978-1-93435-648-7
rezensiert von Bernhard Essl

Softwareentwicklung von Kopf bis Fuß

Das Buch Softwareentwicklung von Kopf bis Fuß aus der „Kopf bis Fuß“ – Reihe von O’Reilly, ist meiner Meinung nach ein absolutes Lesemuss. Ich habe bisher verschiedenste Bücher zum Thema Softwareentwicklung gelesen und noch nie hat es soviel Spaß gemacht wie bei diesem. Dabei bleiben kaum Themen auf der Strecke. Es ist allerdings leider nicht möglich alles ausführlich in unter 500 Seiten zu erklären – wofür andere sogar einige Semester studieren. Jedoch biete es eine gelungene Übersicht . Die Bereiche umfassen von alles von der Planung bis hin zum Programmieren. Dabei werden moderne Techniken verwendet wie „agile development“ und „scrum“ wirkende Konzepte vorgestellt. Dabei gehen die Themen von Anforderungen sammeln, Diagrammen auf Papier, bis hin zu Bugtrackern und kleine Exkurse in Subversion unter anderen.
Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Abschnitte über Planung. Wien man Zeitpläne erstellt und auf Änderungen reagieren kann und sollte.
Es sind sowohl für Teams als auch für Soloprogrammierer leicht anwendbare Empfehlungen zu finden. Bei dem lockeren Schreibstil vergisst man of, dass es sich um wirklich wichtige Informationen handelt, die im Berufsleben über einen erfolgreichen Abschluss entscheiden können. Darum möchte ich jedem dieses Buch empfehlen, der aktiv in der Softwareentwicklung-Branche arbeitet. Sei es als Projektleiter oder als Programmierer.
Für mich zählt dieses Buch zu den besten bisher erschienen aus der „
Kopf bis Fuß“ – Serie!


Dan Pilone, Russ Miles
Deutsche Übersetzung von Jörg Beyer, Lars Schulten
Softwareentwicklung von Kopf bis Fuß
O’Reilly Verlag 2008
469 Seiten
EUR 49,90
ISBN: 978-3-89721-862-8

rezensiert von Bernhard Essl (April 2010)

Die Programmiersprache Ruby

Bekannt wurde Ruby vor allem durch das Webframework „Ruby on Rails“. Da der Erfinder von Ruby, Yukihiro Matsumoto, aus Japan kommt und Ruby eine große Fan-Gemeinde in Japan hat, gab es lange Zeit die komplette Ruby-Dokumentation nur auf Japanisch. Mittlerweile gibt es viele Bücher zu Ruby auf Englisch und auch auf Deutsch. Das Buch “Die Programmiersprache Ruby” umfasst knapp 500 Seiten und enthält alles Wissenswerte über die aufstrebende Programmiersprache. Die Übersetzung fand ich wirklich gelungen, es gab keinen Moment, in dem ich mir gewünscht hätte, lieber die englische Variante zu lesen, was leider bei technischen Büchern sehr selten der Fall ist. Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich, dass der Schöpfer, Designer und führende Entwickler selbst mitgeschrieben hat. Der Hauptautor David Flanagan ist aufgrund diverser Java- und JavaScript-Bücher bekannt.

Das Buch beginnt ganz praktisch mit einem Tutorial zum Schnelleinstieg in die Sprache und erklärt sie dann in späteren Kapiteln detaillierter. Es wird alles abgedeckt, beginnend mit Datentypen, Ausdrücken und Operatoren, über Ein-/Ausgabe-Verarbeitung, Objektorientierte Programmierung, bis hin zu anspruchsvolleren Themen wie Reflection und Metaprogrammierung. Alle Themen sind gut aufbereitet und mit Beispiel-Code ausgestattet – so macht das Lernen richtig Spaß und der/die LeserIn bekommt bald ein sehr umfassendes Wissen über Ruby. Da die neue Version 1.9 gerade in den Startlöchern steht, wird immer wieder darauf hingewiesen, wo es Unterschiede zwischen Version 1.8 und 1.9 gibt.

Auf dem Umschlag steht: „Wenn Sie Ruby wirklich verstehen wollen, ist dies das Buch, das Sie brauchen.“ Dem kann ich mich nur anschließen.


David Flanagan & Yukihiro Matsumoto
Die Programmiersprache Ruby
O’Reilly Verlag 2008
480 Seiten
EUR 39,90
ISBN: 978-3-89721-874-1

rezensiert von Bernhard Essl (Jänner 2010)

Einführung in Perl, 5. Auflage

„Einführung in Perl“ (Codename: „Lama-Buch“) ist ein sehr brauchbarer EinsteigerInnen-Kurs der drei erfahrenen Perl-Dozenten Randal L. Schwartz, Tom Phoenix und brian d foy. Das Buch ist für AnfängerInnen zu empfehlen, da mit leicht nachvollziehbaren Code-Beispielen sowie Übungen (inkl. ausgearbeiteten Lösungen) zu jedem Kapitel Schritt für Schritt eine gute Grundlage für das Programmieren mit Perl geschaffen wird. Die Neuauflage des Buchs wurde auf Perl 5.10 aktualisiert.
Behandelt werden unter anderem folgende Themen:
* Skalare Daten, Listen und Arrays
* Kontrollstrukturen
* Funktionen
* Ein- und Ausgabe
* Reguläre Ausdrücke
* Dateihandles und Dateitests
* Bearbeitung von Dateien und Verzeichnissen
* Prozessmanagement
* Intelligente Vergleiche (Smart-Matching)
Alle Themen werden den LeserInnen gut näher gebracht und es ist leicht möglich, das Buch innerhalb einer Woche durchzuarbeiten. Dabei wird aber nicht sehr in die Tiefe gegangen – ein Beispiel dafür ist etwa der vollständige Verzicht auf das Thema Objektorientierung. Das ist allerdings nicht unbedingt negativ, weil derartige Themen vielleicht Perl- und Programmier-Neulinge ohnehin überfordern könnten, beziehungsweise gar nicht von Interesse sind.

Das Buch ist zu einem moderaten Preis erhältlich und ich kann es angehenden Perl-ProgrammiererInnen und SystemadministratorInnen nur wärmstens empfehlen. Dafür spricht auch, dass es bereits zum fünften Mal neu aufgelegt wurde. Wer nach mehr als Perl-Grundlagen sucht, sollte sich allerdings das Kamel-Buch besorgen.

Randal L. Schwartz, Tom Phoenix & brian d foy
Einführung in Perl
O’Reilly Verlag, 5. Auflage 2009
384 Seiten
EUR 34,90 (Österreich 35,90)
ISBN: 978-3-89721-887-1

http://www.oreilly.de/catalog/learnperl5ger/

rezensiert von Bernhard Essl (Juni 2009)

Professionelle Webentwicklung mit Ruby on Rails 2. Das Praxisbuch für Entwickler

Das Buch von Jans-Christian Fischer, der unter anderem auch als Referent auf der Rails-Konferenz zu hören war, geht weit über die Themen anderer Rails-Bücher hinaus. Im ersten Teil wird EinsteigerInnen-freundlich auf Rails-typische Web-Entwicklung eingegangen. Im zweiten Teil werden andere Konzepte und Programme vorgestellt, die den Workflow noch mehr optimieren können. Um die Sprache Ruby selbst und um das spannende Thema Meta-Programmierung geht es im dritten Teil. Der vierte Teil besteht aus Installations-Anleitungen unter allen Betriebssystemen und weiterführenden Ressourcen.

Die Einführung in Behavior Driven Development mit RSpec ist besonders gelungen und bietet einen schnellen Einstieg in Agiles Development mit Rails. Anstatt des normalen Template-Systems werden HAML und SASS eingesetzt und die LeserInnen lernen so beider Stärken im praktischen Einsatz kennen. Ebenso wird nicht das in Rails eingebettete JavaScript-Framework Prototype für AJAX verwendet sondern das immer beliebter werdende Jquery. Zudem finden sich wichtige Tipps für das Deployment mit Capistrano, genauso wie für den Umgang mit REST-Anwendungen.

Das Buch kann kapitelweise gelesen werden und eignet sich außerdem gut als Nachschlagewerk für spätere Projekte. Die im Buch erarbeitete Web-Anwendung steht frei verfügbar auf github.com bereit.

Ich empfehle “Professionelle Webentwicklung mit Ruby on Rails 2. Das Praxisbuch für Entwickler” all jenen, die professionelle und einfach wartbare Anwendungen mit RoR 2 schreiben und dabei etwas über den Tellerrand schauen möchten. Absolute NeueinsteigerInnen könnten sich überfordert fühlen, da nur wenig auf die Grundlagen von Rails selbst eingegangen wird.

Jens-Christian Fischer
Professionelle Webentwicklung mit Ruby on Rails 2. Das Praxisbuch für Entwickler
mitp Verlag 2008
624 Seiten
EUR 34,95
ISBN: 978-3-82661-683-9

rezensiert von Bernhard Essl (Jänner 2009)

http://www.it-fachportal.de/1683

Praxiswissen Ruby

Sascha Kersken hilft mit seinem leicht verständlichen Buch “Praxiswissen Ruby” AnfängerInnen und UmsteigerInnen mit praktischen Beispielen in die Welt der Ruby-Programmierung einzusteigen.

Den Anfang machen die Geschichte von Ruby, die Installation und das klassische “Hello World”-Skript. In den nächsten Kapiteln geht es darum, sich mit den Sprachgrundlagen und jeder Menge Ruby-typischem “syntactic sugar” vertraut zu machen. Nach funktionalen und prozeduralen Programmier-Beispielen geht es im dritten Kapitel um Objektorientierte Programmierung. Dabei wird das Verwenden von eingebauten Ruby-Klassen (Ein- und Ausgabe, Datum und Zeit usw.) sowie der Ruby-Hilfe “ri” vermittelt. Im nächsten Kapitel beginnen die LeserInnen mit dem Erstellen eigener Klassen. Dabei bleiben keine Fragen rund um die Objektorientiertung von Ruby offen. Nach einer sehr kurzen und gelungenen Einführung in die Netzwerk-Topologie werden Netzwerkanwendungen mit Ruby gebaut, etwa ein Browser und ein Server. Einer der bekanntesten Bereiche von Ruby ist eindeutig das Web-Framework Ruby on Rails, das im letzten Kapitel eingesetzt wird um eine Webanwendung zu bauen, mit der sich die CD-Sammlung verwalten lässt. Um Webanwendungen ging es schon im Kapitel davor, allerdings um einfachere, ohne Ruby on Rails, mittels CGI. Ebenso ging es um Zugriffe auf MySQL-Datenbanken. Ganz hinten befindet sich eine hilfreiche Kurzreferenz.

Das Buch bietet einen guten und vor allem schnellen Einstieg in die Sprache Ruby und schneidet dabei auch das Web-Framework Ruby on Rails kurz an. Der Aufbau ist logisch und die Beispiele praxisnahe. Damit ist es für jedeN, egal mit welchem Vorwissen, eine ausgezeichnete und flott durchgearbeitete Lektüre, die mit Ruby vertraut macht.

Sascha Kersken
Praxiswissen Ruby
O’Reilly Verlag 2008
408 Seiten
EUR 29.90
ISBN: 978-3-89721-478-1

rezensiert von Bernhard Essl (November 2008)

Java von Kopf bis Fuß

In der O’Reilly-Serie “Von Kopf bis Fuß” werden unzählige Illustrationen, Rätsel und Krimis eingesetzt oder etwa auf dumme Fragen geantwortet. Auf vergnügliche und einfache Art wird dadurch ein Lerneffekt erzielt. So wird es möglich, beispielsweise in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder schnell vor dem Einschlafen eine eigentlich schwer erlernbare objektorientierte Programmiersprache zu lernen.

Das Buch führt die LeserInnen auf eine fantastische Reise durch Java, die folgende Stationen hat: Theorie über Objekte, Methoden, Speicherverwaltung, GUI-Programmierung mit Swing, Garbage Collection, Serialisierung, Ausnahmebehandlung und so weiter … Dabei wird unter anderem an einem eigenen Midi-Player gebastelt, der in jedem Kapitel erweitert wird. Die AutorInnen Kathy Sierra und Bert Bates haben den Stil bewusst locker gehalten und viele anregende Lernhilfen eingebaut. Spielend geht der/die LeserIn auf diese Weise nicht nur wichtige Schritte hin zur Programmierung mit Java sondern wird auch dabei unterstützt, später das Erlernte immer wieder abrufen zu können. Er/sie lernt so auch wie einE echteR objektorientierteR EntwicklerIn zu denken.

Das Buch behandelt zwar noch Java 5, aber es war kein Problem, die Beispiele aus dem Buch nachzubauen. Als Nachschlagewerk ist es nicht zu nutzen und es enthält keine Referenz – doch dafür ist es auch nicht gedacht. Der/die LeserIn sollte vielmehr schon eine Programmiersprache kennen und das Buch von vorne bis hinten durcharbeiten. Aber weil Spaß und Spannung nie verloren gehen, verfliegt die Zeit dabei blitzschnell – bei gutem Lerneffekt. Eine CD zum Buch gibt es nicht, alle Beispiele finden sich aber auf der O’Reilly-Website.

„Java von Kopf bis Fuß“ vermittelt erfolgreich Freude am Lernen und Programmieren. Es ist genau richtig für AnfängerInnen und Neugierige in Sachen Java (wie mich), für alte Hasen ist es wohl weniger geeignet.


Kathy Sierra & Bert Bates
Java von Kopf bis Fuß
O’Reilly Verlag 2008
720 Seiten
EUR 49,90
ISBN: 978-3-89721-448-4

rezensiert von Bernhard Essl (Juli 2008)

Kollektive Intelligenz analysieren, programmieren & nutzen

Ziel des Buchs von Toby Segaran ist zu zeigen, wie User Generated Content, also von BenutzerInnen generierte Inhalte, zum Beispiel Blog-Kommentare, Link-Sammlungen, Tags usw. mittels Algorithmen ausgewertet werden können. Dabei kommen vor allem Techniken aus dem Bereich der Mathematik zum Einsatz, wie Euklidischer Abstand, Gini-Index, Entropie, Skalarpunkte und Bayes-Klassifizierer.
In elf Kapiteln ist zu lernen, was kollektive Intelligenz ist, wie Produkt-Empfehlungen zustande kommen, Gruppen gebildet und Suchmaschinen gebaut werden, wie Optimierung funktioniert, Dokumente nach Inhalt gefiltert, Entscheidungsbäume eingesetzt, Preismodelle aufgebaut werden und wie künstliche Intelligenz entwickelt wird. Dabei sind alle Kapitel gleich aufgebaut: Zuerst gibt es eine theoretische Einführung, gefolgt von einen praktischen Code-Beispiel. Abschließend geht es um eine reale Anwendung, wie etwa einen Parser für del.icio.us oder einen Reisekostenrechner.
Alle Code-Beispiele sind, so gut es geht, einfach gehalten und in der Programmiersprache Python geschrieben. Auf der O’Reilly-Website finden sich alle Beispiele zum Download.
Neben einem Rundblick in der Welt der Statistik und des maschinellen Lernens bietet das Buch eine kurze Einführung in verschiedene Python-Bibliotheken wie Beautifulsoup, Python Image Libary, Feedparser, Matplotlib, Akismet, XML-Parser Minidom sowie PySqlite und demonstriert verschiedene Möglichkeiten zu deren praktischem Einsatz. Das letzte Kapitel enthält eine Zusammenfassung aller beschriebenen Algorithmen, hilfreich beispielsweise, um den passenden für das anstehende Projekt zu finden.
Obwohl das Buch mathematisch anspruchsvoll ist, ist es sehr zu empfehlen, da es eine kreative Mischung theoretischer und praktischer Ansätze enthält, auf die ich wohl so nie gekommen wäre.


Toby Segaran
Kollektive Intelligenz analysieren, programmieren & nutzen
O’Reilly Verlag 2008, 1. Auflage
366 Seiten
EUR 44,90
ISBN: 978-3-89721-780-5
rezensiert von Bernhard Essl (Mai 2008)

Sichere Webanwendungen mit PHP

PHP ist bekannt dafür, dass es Programmier-Neulingen den Einstieg leicht macht, was aber oft zu unzureichender Sicherheit von Web-Anwendungen führt. Das Buch “Sichere Webanwendungen mit PHP” zeigt, welche Sicherheitsrisiken es gibt und wie sie vermieden werden können.

Das Buch beginnt mit einem Überblick über Probleme, die mit Variablen, Sessions, Temporären Dateien, Includes, Uploads/Downloads, SQL sowie JavaScript entstehen können. Jedes der Probleme wird später in jeweils einem Kapitel ausführlich behandelt. Ein sehr interessanter Ansatz zur verschlüsselten Übertragung von Daten zwischen Client und Server mit blowfish und JavaScript findet sich in “Hash-Austausch via AJAX”. Ein weiterer Teil erklärt die Konfiguration von PHP und Webserver (Apache), unter Berücksichtigung eventuell sich daraus ergebender Probleme. Ein eigenes Kapitel beschäftigt sich nur mit SSL. Das letzte Kapitel, “Entwicklungs-Guidelines”, enthält Umsetzungs-Beispiele für die vorgestellten Programmier-Richtlinien. Es bietet einen schnellen Überblick und eine gute Vorlage.

Ich möchte “Sichere Webanwendungen mit PHP” all jenen empfehlen, die professionelle und sichere Anwendungen mit PHP schreiben wollen. Die Grundlagen der Sprache PHP werden vorausgesetzt, aber alle Beispiele sind einfach gehalten und konzentrieren sich auf das Wesentliche. Doch auch EntwicklerInnen, die bereits Erfahrung mit Sicherheitskonzepten haben, können bei der Lektüre durchaus noch Neues lernen, selbst wenn sie schon andere Bücher zum Thema Sicherheit von Web-Anwendungen gelesen haben.

Tobias Wassermann
Sichere Webanwendungen mit PHP
mitp Verlag, Heidelberg 2007
464 Seiten
EUR 34,95
ISBN 978-3-8266-1754-6

rezensiert von Bernhard Essl (Jänner 2008)

http://www.it-fachportal.de/1754

1 comment so far

  1. Tobias Wassermann on

    Hi,

    ich wollte eigentlich schon länger einmal Danke für die Rezension meines “Sichere Webanwendungen mit PHP”-Buchs sagen, jetzt schaffe ich es endlich einmal.

    Gruß

    Tobias


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